Veröffentlicht in Gedanken, Meinungen, persönlicher Senf

Das Glück dieser Erde

In einem der letzten Beiträge kündigte ich an in näherer Zukunft einen Beitrag über die Kindheit und ihren Zauber schreiben zu wollen. Dies ist er noch nicht, sondern beschäftigt sich, aber mit Kinderwünschen.  Dies ist der erste von hoffentlich zwei Meinungsbeiträgen mit dem Aufruf auf zu stehen und zu protestieren.  Ich möchte beiden Themen den Platz widmen den sie verdienen, sodass jeder einen eigenen Beitrag bekommen soll.

Vor kurzem war wieder Rummel in unserer Nähe. Wieder gab es dieses schreckliche Poncierten. Diese armen Tiere laufen den ganzen Tag mit der Nase am Hintern ihres Vordermannes. Immer im Kreis, auf einer kaum mit Streu bedeckten Holzplatte. Viele, viele Stunden im Kreis wie ein Karussell. Nur statt Feuerwehrauto, Einhorn und Polizeiauto drehen dort Lebewesen mit Bedürfnissen ihre Runden. Selten sieht man diese armen Tiere eine Pause machen. Doch wie sieht diese Pause aus? Wie sieht ihr Leben aus? Sehen sie jemals eine Weide, Paddock oder Box? Dürfen sie wie Pferde es nun mal tun herum rennen, grasen, in einer Herde leben? „Das Glück dieser Erde“ weiterlesen

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Veröffentlicht in Allgemein

Stell dir vor du lebst in Verfolgung, Krieg und Elend

Ich mag 8 Jahre alt gewesen sein. Da bekam ich dieses Buch geschenkt. Ich verschlang es und fieberte mit Julia der kleinen Protagonistin mit. Fühlte mich in ihre Welt. Konnte ihre Angst vor dem was sie im Radio hörte spüren. Ihre Angst vor Krieg, Elend undEmma Tot. Sie hatte noch „Glück“ als arisches Kind und wurde nicht verfolgt. Sie verstand all das nicht.  Litt dennoch unter Hunger und Angst. Sie floh mit ihrer Mutter erst vor Bomben, dann vor den Russen. Emma war mein erstes Buch über die NS Zeit und erweckte mein bis heute bestehendes Interesse daran. Ihr folgten bald das Tagebuch der Anne Frank und unzählige andere.  Eine alte Dame Halina Birenbaum, 1929 geboren überlebte erst das Warschauer Ghetto dann Auschwitz. Während ihre übrige Familie ermordet wurde. Sie schrieb ihre Geschichte unter dem Titel die Hoffnung stirbt zu letzt auf. Vor etlichen Jahren hatte ich das Vergnügen ihr zusammen mit anderen jugendlichen zu begegnen. Eine unheimlich charismatische, starke, unsagbar freundlich, adrette, ältere Dame. Sie erzählte in sehr gutem Deutsch aus ihrem Leben. Auch aus ihrem jetzigen Leben in Israel. Wir sahen ihre Nummer die sie auf dem Unterarm tätowiert trug. Sie wurde gefragt ob sie einen Hass auf uns Deutsche hätte. „Stell dir vor du lebst in Verfolgung, Krieg und Elend“ weiterlesen