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Bauchgefühl vs Sachverstand

 

Vor ungefähr einer Woche beteiligte ich mich auf Twitter an einer Diskussion in der es um das Bauchgefühl von Patienten oder Müttern (in Bezug auf Gesundheit des Kindes) im Gegensatz zu Behandlung und Meinung von Ärzten ging. Ziel war dabei nicht einer Seite die Kompetenz ab zu sprechen oder irgendjemand als das einzig Richtige dar zu stellen.  Es wurde jedoch mal wieder einige Dinge deutlich. Es gibt sowohl Ärzte die ihre Patienten nicht ernst genug nehmen, als auch Eltern/ Patienten die entweder übertreiben oder die Diagnose/ Therapie eines Arztes für falsch halten. „Bauchgefühl vs Sachverstand“ weiterlesen

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Der Tag kann dann auch einfach weg

Der Tag Freitag vor einer Woche kann dann auch einfach ungesehen Weg. Direkt und ohne Umschweife einfach in die Tonne. Fangen wir der Reihe nach an. Nur wo fange ich an, vorne werden jetzt einige Experten sagen.  Heute mit ein wenig Abstand und sacken lassen muss ich sagen bin ich froh so reagiert zu haben, wie ich reagiert habe. Ich sage direkt heute wird es keine 10 guten Dinge geben. Der Schock sitzt noch zu tief. Ich hatte lange, ja ich denke seit dem Unfall  mit Hauke nicht mehr solche Angst um jemand den ich liebe. Selbst als meine Großmutter ihren Schlaganfall, Beckenbruch und letztlich ihre Lungenentzündung hatte und starb hatte ich keine Angst. Vor allem nicht in diesem Ausmaß. Der Weg war klar. Freitag vor einer Woche war es es eher als hätte man mich wie das Kuscheltier, dass mit dem Greifarm gefangen wird mitten in die Situation fallen lassen.                   „Der Tag kann dann auch einfach weg“ weiterlesen

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Aus dem Nähkästchen #1

Ich spreche ja vergleichsweise selten über meinen Beruf und über Dinge die ich dort erlebe. Doch heute möchte ich über ein paar Dinge sprechen die mich bewegt haben. Ich bin bei meiner Arbeit sehr perfektionistisch, akribisch und immer darauf bedacht das beste für den Patienten heraus zu holen. Das ist jetzt so und war auch vorher im Krankenhaus als Krankenschwester so. Ein Kollege sagte mal, wenn man dir sagt gute Arbeit antwortest du, ja aber… Nun ja ich habe häufig noch viele Differential Diagnosen im Kopf und Ideen welche Maßnahmen man noch treffen könnte. Ich wurde häufig von Ärzten gelobt ( im Sinne von wenn du da bist weiß ich immer alles läuft und was ich vergesse bedenkst du, etc.), eine Ärztin sagte mal sehr passend: “ Du musst endlich studieren, damit du auch darfst was du schon lange weist!“ Diese Komplimente zeigen mir das ich meinen Beruf verstehe, ihn gut mache und das richtige tue. Ich liebe meinen Beruf. Manchmal denke ich, ich darf meinen Traum leben und bekomme sogar Geld dafür. Wichtig ist mir, dass ich am Ende eines Tages in den Spiegel gucken kann und sagen kann, ich kann mich darin betrachten ohne Bauchschmerzen. „Aus dem Nähkästchen #1“ weiterlesen

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Naiv sein tut manchmal gut!

Da bin ich also wieder zurück zu Hause. Also in unserer Wohnung. Zu Hause wo oder was ist zu Hause. Der Kölner sagt home is where the Dom is. Zu Hause ist wo das WLAN sich automatisch verbindet( ich hätte viele Zuhause). Wieder andere sagen Home is where the Heart is. Da ist viel Wahres dran. Genauso wie an Zuhause ist da wo wir es uns aussuchen. Doch gibt es einen Unterschied zwischen Heimat und zu Hause. Ich glaube schon das es eben genau diesen Unterschied gibt. Heimat hat etwas mit Wurzeln, Ursprung und tiefer Verbundenheit zu tun. Ein zu Hause kann vieles sein oder werden. Es ist die Frage ob wir einen Ort dazu werden lassen. Unsere Heimat bzw. unsere Wurzeln können wir weit weniger beeinflussen, wir bilden sie einfach wie ein Baum der irgendwo gepflanzt wurde. Sie werden immer tiefer und fester je länger oder intensiver wir es erleben können. Es ist wie bei Bäumen, Krankheiten, Schädlingen. Stürme und andere Gefahren und Störenfriede versuchen uns zu entwurzeln. Doch einen stabilen, gesunden Baum, mit eben solchen Wurzeln kann nichts verwüsten. Genau wie einen Menscnen. Ich habe feste Wurzeln auch wenn ich manchmal die Frage nach meiner Heimat nicht genau beantworten kann. Neben meinen Eltern hatte ich noch mehr Menschen die mir halt gaben und mir halfen zu wachsen, reifen und gedeihen. All diese Menschen trage ich in meinem Herzen wie einen verborgenen Schatz. Denn irgendwann kommt die Zeit in der man sich zwar an seine Wurzeln erinnern aber sie umpflanzen muss. Man muss seinen eigenen Platz in der Welt finden um später einem jungen Menschlein auch helfen zu können Wurzeln zu schlagen. Als ich nun am Donnerstag Heim kam, war ich enttäuscht. Das Chaos regierte in unserer Wohnung, der Chaosking wirkte abwesend und scheinbar nicht so überglücklich und überschwänglich wie ich es mir erwünscht und erträumt hatte. Ich hatte in meiner Vorstellung eine rosarote Glitzerseifenblasen , heile, heile Segen alles Superdupermegaklasse Wunsch. „Naiv sein tut manchmal gut!“ weiterlesen

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Gedankenschnipsel #3

Heute einfach mal einen Schnipsel, weil ich die vielen Dinge die gerade in meinem Kopf sind nicht geordnet zusammenfassen kann. Der Uhrzeit nach ist schon Sonntag. Dennoch muss ich immer noch an die Ereignisse des Freitages denken. Eine Bloggerin in meinem Alter ist am Freitagnachmittag verstorben. Der Krebs hat ihren Körper am Ende unbewohnbar gemacht und ihr die Luft zum atmen genommen. Luise -1,5 Monate jünger als ich – der Chemoelefant aka Klopsi gegen den Krebs, wir kannten uns nicht persönlich, schrieben uns ein paar mal und ich konnte sie gut leiden. Ich wusste von ihrer Erkrankung auch das sie nur noch Palliativ behandelt wurde, aber sie wirkte immer so lebenshungrig, stark, freudig, zwar bereit zu gehen aber noch nicht jetzt. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht. Ich habe zwar manchmal gedacht wer weiß wie lange es ihr noch so gut gehen wird, aber nicht das sie nicht einmal mehr diesen Sommer haben würde. Donnerstagabend hatte sie noch selbst bei Facebook etwas gepostet. Man merkte das sie benommen war, aber Todesnähe hätte ich in keinem Moment angenommen. Keine 24 Stunden später, hat sie diese Welt verlassen und ist aufgebrochen in ein neues Abenteuer, das keiner von uns kennt. Ich denke an einen guten Ort wie und wi auch immer dieser ist. Gute Reise. Deine Lebenslustige, aufbauende, sich selbst nicht so wichtig nehmende Art wird fehlen. Du hast gekämpft wie ein Löwe.
Lange habe ich überlegt ob ich noch etwas darunter schreiben sollte, wollte, dürfte. Nein!

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Let’s so the Time Warp…

Es gibt blaue und graue Tage. Mancher sagt möglicherweise auch schwarze und weiße oder gelbe und violette Tage. Wie auch immer ich finde heute ist ein grauer Tag, an dem man sich wünscht einen Zeitsprung zu machen. Nach hinten um die Möglichkeit zu haben vorher abzubiegen und das was aus dem blauen Tag einen grauen macht zu umschiffen. Oder aber eben nach vorne an dem was diesen Tag zu einem grauen macht schon zu überspringen. Aber nicht jedes Ereignis begnügt sich mit einem Tag. Manchmal folgt wie beim Wetter auf eine blaue Phase eine ziemlich triste graue Phase…. In der man dem schönen blau nachtrauert und es doch nicht ändern kann. Und wieder wünscht man sich den Zeitsprung hin in wieder blaue Tage statt grauer.

Ich bin gespannt was es hier werden wird und welchen Farbverlauf es geben mag. Bis aus ganz schrecklich dunkelgrau wieder feinstes Himmelblau werden wird.

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Gedankenschnipsel #1

Heute möchte ich quasi mal eine neue Kategorie einführen. Bisher waren die Beiträge unter Alltag abgelegt. Was man eben im Moment so Alltag nennen kann. Ich möchte aber heute eine weitere Kategorie einführen Gedanken oder auch Gedankenschnipsel. Man möge mir verzeihen, wenn das ein oder andere fragmenthaft und unzusammenhängend erscheint. Aber genau so ist es manchmal nun mal ein großes umherwusseln von vielen, vielen Gedanken und Gedankenschnipseln. Manchmal eben auch nur ein Gefühl, ein Wort, ein Polaroid eines Momentes.

Um mal die Worte der Frau Holofernes zu bemühen: „Gedankenschnipsel #1“ weiterlesen