Veröffentlicht in Arztbesuche & Klinikaufenthalte, Gedanken, Krankheit & Leben, Lebe/Liebe/Lache, persönlicher Senf, Porphyrie

Bauchgefühl vs Sachverstand

 

Vor ungefähr einer Woche beteiligte ich mich auf Twitter an einer Diskussion in der es um das Bauchgefühl von Patienten oder Müttern (in Bezug auf Gesundheit des Kindes) im Gegensatz zu Behandlung und Meinung von Ärzten ging. Ziel war dabei nicht einer Seite die Kompetenz ab zu sprechen oder irgendjemand als das einzig Richtige dar zu stellen.  Es wurde jedoch mal wieder einige Dinge deutlich. Es gibt sowohl Ärzte die ihre Patienten nicht ernst genug nehmen, als auch Eltern/ Patienten die entweder übertreiben oder die Diagnose/ Therapie eines Arztes für falsch halten.

Beides halte ich für schwierig. Beides habe ich erlebt. Gerade in meiner Arbeit im Rettungsdienst war es nicht selten mein Bauchgefühl, dass mir sagte irgendwas stimmt mit dem Patienten nicht. Irgendwas ist hier falsch. In den allermeisten Fällen hätte ich nicht sagen können was es war. Mein Bauchgefühl trügte mich bisher nie. Meist bestellte ich mir einen Notarzt oder traf Vorkehrungen und behielt recht. Ähnliches ist es bei den meisten Müttern. Sie merken, wenn irgendwas im Busch ist bei ihren Kindern. Dieses Bauchgefühl sollten Ärzte ernst nehmen. Genauso wie Schmerzen die ein Patient äußert immer ernst zu nehmen sind. Gibt ein Patient Schmerzen an, dann hat er diese und sie sind zu behandeln. Genauso das Bauchgefühl von Patient oder Angehörigen. Sie kennen sich oder ihren Verwandten im Zweifel so genau, das jede Veränderung ihnen auffällt. Allerdings sehe ich auch ein Problem. Es gibt immer mehr Patienten die jede Diagnose und Therapie eines Arztes in Frage stellen und im Zweifel nicht anwenden. Es muss schon eine Zusammenarbeit sein. Dafür elementar ist Vertrauen und Aufrichtigkeit auf beiden Seiten. Also es müssen Fragen, Zweifel, Kritik und all das offen geäußert werden können. Es muss eine Partnerschaft sein. Nur so kann es klappen.

Seit Februar war ich zwei Mal im Krankenhaus und habe im Prinzip konträre Erfahrungen gemacht. Ich hatte schon einen eigenen Artikel darüber geplant, doch ich glaube es passt hier gut her.

Der erste Aufenthalt war in einem Uniklinikum. Der Anfang lief gut ich fühlte mich Ernst genommen. Hatte auch zunächst das Gefühl meine frühere psychische Erkrankung spiele keine Rolle mehr. Solange ich auf der Intensivstation war lief es bis auf einige Dinge noch akzeptabel. Doch auch da schon fühlte ich mich mit meinen Schmerzen nicht Ernst genommen. Im Gegenteil es wurde nichts getan um mich Schmerzfrei zu bekommen. Auf der normalen Station wurde eine sehr, sehr junge bzw. unerfahrene Ärztin meine behandelnde Ärztin. Ab da wurde es richtig schlimm. Sie war überfordert und allein gelassen und ich hinterfragte ihre Behandlung zum einen, zum anderen wusste ich einfach besser über meine Erkrankung mit Therapie, Risiken und Co Bescheid. Es wurde ein Schmerztherapeut hin zu gezogen. Er sprach mit mir es wurden einige Medikamente besprochen und für nicht geeignet beschieden und dann genau diese vorgeschlagen. Ich sagte ich würde mich veralbert fühlen, damit war sie überfordert. Ihre Kollegin griff mich in einer Visite an und bohrte was meine psychische Vorgeschichte anging. Am nächsten Tag stand der Psychiater vor der Tür. Ich warf ihn raus. Man sprach bei offener Tür über mich. Ich fühlte mich immer mehr als Fall und nicht als Mensch. Fühlte mich immer mehr als Psychomonster dargestellt und nicht behandelt. Es kam zu weiteren Vorfällen unter anderem schrie mich ein Ärztin in einer Art und aus ihrer Verzweiflung heraus an. Ich war seit über zwei Wochen da. Meine Schmerzen waren null behandelt, Studenten kamen und gingen, wie es daheim weiter gehen sollte wurde mit Schulterzucken beantwortet und vieles mehr. Ich suchte immer wieder das Gespräch auch mit dem King zusammen nichts geschah. Irgendwann nach einem Vorsprechen im Chefarztsekretariat wurde ich zurück auf Intensiv verlegt. Auch da wurde ich als Unkooperativ und sonst wie dargestellt. Ich weinte viel, wollte nur noch nach Hause. Ich lag nur dort, außer Physiotherapie passierte nichts. Wenige Tage bevor ich nach Hause durfte bekam ich endlich mal was gegen die Schmerzen. Richtig im Griff waren sie nicht. Irgendwann haute ich auf den Tisch. Mir wurden Hilfsmittel verordnet und ich verließ die Klinik. Vieles lief noch nicht gut, aber ich war zu Hause.

Mein  Hausarzt Herr Konfuzius rettete so viel. Am Tag nach meiner Entlassung nahm er mich als letzte dran und sich 2 Stunden Zeit für mich. Er las den Arztbrief und lachte. Machte mir klar ich habe nichts falsch gemacht. Er hatte gemerkt was abging. Er hatte zweimal mit mir telefoniert und gehört wie sehr die Berichte von mir und den Ärzten differierten. Er gab mir neue Hoffnung. Außerdem vervierfachte er meine Schmerzmedikation. Endlich Schmerzarm. Nur die Schmerzspitzen sind noch nicht im Griff. Ich habe jedoch schon wieder um die Hälfte reduziert. Nächste Woche werde ich die Schmerzspitzen ansprechen. Ich fühle mich und meine Gedanken und Beschwerden Ernste genommen. Er weiß was ich studiere und bezieht mich mit ein. Auch seine ich nenne es mal normalen Patienten fragt er ob sie eine Idee haben woher ihre Beschwerden kommen. Spricht auch seelische Belastungen an. Ich werde als Mensch gesehen. Mit allem was dazu gehört. Er sieht das Körper und Geist verbunden sind. Er sieht das Beschwerden auch von der Seele ausgelöst sein können, zeigt allerdings auch das sie es nicht sein müssen und schaut genau hin. Es ist eben ein Team auch wenn es manches Mal chaotisch läuft und er manchmal etwas zu entspannt und wird sich schon finden ist. Allerdings niemals bei Dingen die akut sind. Also komme ich in die Praxis ohne Termin mit einem akuten Problem wird dem auch umgehend nachgegangen. Ich meine eher Dinge wie was ist wenn die Schmerzen ganz ohne Medikament zu groß sind? Ja, dass sehen wir wenn sie es sind.

Es geht also auch anders. Genau wie bei meinem zweiten Klinikaufenthalt knapp 3 Wochen nach dem Ersten. Ich bekam immer und ausreichend Schmerzmedikamente, man ging auf meine Einwände ein. Man fragte mich sogar und gab zu wen man unsicher war was meine Porphyrie anging. Meine psychische Erkrankung spielte bis auf eine Ausnahme keine Rolle oder wurde als ja war da ist aber akut kein Problem mehr abgehakt. Ich fühlte mich als Mensch betrachtet und nicht als interessanten Fall. Man fragte mich nach einem langen Gespräch mit dem Oberarzt ob er mit seinen Studenten kommen dürfe. Sie standen nicht einfach wie in der anderen Klinik zu zehnt in meinem Zimmer. Ich hatte auch noch als er kam die Wahl. Er fragte ob sie wieder gehen sollten, denn er merkte das der Vormittag mehr als mistig gelaufen war. Ich war ein Mensch und kein Ausstellungsstück. Auch meine Fragen, Ängste, Sorgen und Bedenken wurden Ernst genommen und bearbeitet. Ich wurde entlassen und war nicht vollkommen am Ende.

 

Was zeigt uns das alles, außer das Unikliniken Haifischbecken für ihre Angestellten sind und immer nach unten getreten wird? Ja es zeigt uns das wir es auch nur mit Menschen zu tun haben. Natürlich kann man nicht immer Fragen in welcher Situation steht dieser Mensch. Ich habe die junge Ärztin sogar verstanden. Irgendwo hatte ich sogar Mitleid sie war vollkommen überfordert, niemand half ihr. Sie hatte noch nicht lange dort gearbeitet und Schwäche zeigen war in dem Arbeitsklima auch nicht schlau. Es schaukelte sich auf. Dazu die Überlastung der Schwestern ( die dort noch höher war als in der anderen Klinik), der Lehrauftrag, das Klima in der Abteilung. All das nahm ich wahr. In dem Moment war ich allerdings selber angeschlagen und litt unter Schlafentzug. Ich hätte nicht anders handeln können als ich es tat. Aus jedem weinen wurde eine psychische Überlagerung. Das in der anderen Klinik als völlig normal genommen wurde.

Ich habe für mich gelernt was ich eigentlich schon wusste. Gehe in eine Uniklinik nur sollte es niemand anders können. Sonst wähle eine Klinik mittlerer Größe. Häufig hatte ich das Gefühl in kirchlichen Häusern ist es noch mal menschlicher als in Städtischen Kliniken. Kämpfe für deine Rechte oder für die deiner Angehörigen. Sei ihre Stimme, wenn ihnen die Kraft fehlt. Beziehe Dinge nicht zu sehr auf dich, sondern sehe es als ihr versagen. Bleibe hartnäckig, wenn du das Gefühl hast etwas in der Behandlung läuft falsch. Frage nach und zur Not so oft und so viele bis du eine Antwort erhälst die schlüssig ist und dir ein sicheres Gefühl gibt. Hinterfrage Medikamente, habe schon mehrfach fast Medikamente bekommen die durch meine Erkrankung ausgeschlossen sind. Versuche immer nett, freundlich und verständnissvoll zu bleiben in aller Regel hört man dir dann viel eher zu und geht auf dich ein. Formuliere Fragen oder Ablehnung zur Therapie so, dass es nicht als Angriff oder Besserwisserei aufgefasst wird sondern als Sorge.

Nein es gelingt mir nicht immer. Die erste Klinik hätte ich zwischendurch am liebsten mit Stinkbomben und Plakaten malträtiert. Problem ist nur ich war im Zweifel von denen Abhängig.

In meinen Augen liegt genau da das Problem. Viele Ärzte haben noch nicht begriffen, dass sich die Arzt-Patienten Rolle verändert hat. Ein Patient ist eben nicht mehr stummer Befehlsempfänger. Er folgt nicht mehr stumpf den Anweisungen des ärztlichen Halbgottes. Häufig ist der Patient der Experte der eigenen Krankheit auf alle Fälle aber seines eigenen Körpers. Er weiß in aller Regel was ihm gut tut ( mal so MMS und Co Schwurbler ausgenommen). Ist die Erkrankung selten weiß er oft vermutlich mehr als der Arzt. Es ist also wichtig eben in Kommunikation zu treten. Gemeinsam das Puzzle aus Symptomen und Möglichkeiten an Diagnosen und Therapien Teil für Teil zusammen zusetzen und gemeinsam einen Plan zu erstellen.

Natürlich gibt es wie in jedem Beruf Ärzte die besser keine geworden wären oder sozial total unkompatibel sind. In Deutschland herrscht zum Glück freie Arztwahl im Zweifel wechseln. Ich habe hier X Ärzte getestet bis einer dabei war wo mein Bauch, mein Herz und mein Kopf sagten ja hier bist du in guten Händen.

 

Als Fazit möchte ich sagen ich halte beides für Falsch zu sagen das Bauchgefühl eines Patienten/ Eltern ist immer richtig, als auch Ärzte haben immer Recht. Allerdings andersherum eben auch Ärzte haben immer unrecht/sind schlecht, Bauchgefühl von Patient/ Eltern ist immer falsch. Ich denke es sollten beide Seiten Ernst genommen werden und zusammen arbeiten. Klappt das nicht sollte man sich in eine andere Teamkombination begeben. Ich glaube außerdem, dass vieles auch sehr abhängig ist von den Menschen die dabei aufeinander prallen. Wie sind die Erfahrungen, Vorgeschichten, Enttäuschungen, Frustrationen usw. auf beiden Seiten. Es ist nicht einfach. Ich glaube allerdings offene Kommunikation und das Erinnern das alle das Beste wollen kann helfen.

 

Wie ist eure Meinung dazu? Meint ihr Ärzte sollten ihre Meinungen, Gefühle, Erfahrungen ( z.B mit Impfgegnern) immer außen vor lassen? Was kann man tun um die Kommunikation zu verbessern und zum Beispiel auch Missverständnissen vor zu beugen?

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6 Kommentare zu „Bauchgefühl vs Sachverstand

  1. Hallo
    Ein sehr schöner Beitrag zum Thema. Es tut mir sehr Leid, was Du durchmachen musstest.
    Ich bin keine Expertin im Gesundheitsbereich, sondern für Kommunikation. Ich würde deshalb vorschlagen, dass folgendes zur Verbesserung beitragen kann:
    1. Das Gespräch muss wieder einen höheren Stellenwert haben, auch im Abrechnungssystem mit den Krankenkassen.
    2. Eine sinnvolle Gesprächsführung muss in die medizinische Ausbildung aufgenommen werden. Genauso wie man etwa das Auskultieren über längere Zeit durch Übung und Hilfestellungen erlernen muss, ist es auch bei Gesprächen mit Patienten. Will man eine professionelle Gesprächsführung, muss das auch professionell vermittelt werden. Die Forschung zum Thema gibt es. Aber es müsste in der Medizindidaktik institutionalisiert werden.
    3. Ich habe einen interessanten Beitrag über Zwangsbehandlung gehört. Ich glaube wirklich, dass das nicht der richtige Weg ist. Wenn Patienten für sich selbst eine medizinisch ungünstige Entscheidung treffen, aber ausführlich informiert und auf Augenhöhe angesprochen werden, dann ist es eben so.
    4. Bei Kindern ist das eine wirklich schwierige Entscheidung. Aus religiösen Gründen eine überlebensnotwendige Bluttransfusion für das eigene Kind ablehnen. Finde ich schon hart. Es wurde da ja auch schon mit richterlichem Beschluss gegen die Eltern enrschieden. Ich kann es verstehen, denn da sind auch grundlegende Menschenrechte, wie das Recht auf Leben im Spiel. Aber zu leicht darf es da der Institution auch nicht gemacht werden. Ganz schwierig.
    Vielen Dank dass Du Deine Geschichte geteilt hast. Ich finde Deine Argumente sehr schlüssig.
    Liebe Grüße
    Esther

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    1. Liebe Esther,
      in vielen Punkten gebe ich dir recht. Ich möchte dir allerdings Punkt für Punkt antworten:
      1. Ja defintiv. Mein Arzte nimmt sich oft Zeit dafür, allerdings ist das sein persönliches Engagement. Gespräche heilen und das nicht nur in der Psychiatrie/Psychologie. Ich glaube auch um je nach Diagnose diese mitzuteilen muss Zeit und Geld da sein. Auch um überhaupt genau zu wissen was dem Patienten fehlt muss Zeit für ein ausführliches Gespräch sein. Körper und Seele sind nicht losgelöst daher halte ich es für elementar wichtig. Allerdings muss dies auch finanziell entschädigt werden, weil ein Arzt eben auch Ausgaben hat. Ich hoffe es ist verständlich, dass ich damit nicht finanzielles Interesse in den Vordergrund stellen will.
      2. Ja es sollte noch viel mehr in die Ausbildung aufgenommen werden. Wir hatten vor einiger Zeit einen Kurs in der wir mit einer Psychologin geübt haben schwierige Gespräche zu führen. Allerdings sollte Kommunikation mit Patienten allgemein mehr in den Vordergrund gestellt werden. Manche Ärzte bekommen es ja nicht mal hin Maßnahmen vernünftig anzukündigen und zu erklären.
      3. Zwangsbehandlung ist je nach dem zu sehen. Jemand in einer psychischen Außnahme muss man ggf. vor sich selbst schützen. Allerdings sehe ich es auch so das eine psychiatrische Behandlung nur Erfolg haben kann, wenn diese auch gewollt ist und eben eine Krankheitseinsicht vorhanden ist. Ich finde auch das Entscheidungen akzeptiert werden sollten, aber nur wenn sicher ist das der Patient weiß welche Tragweite und Auswirkungen seine Entscheidungen haben. Ich bin auch der Meinung, dass man Zwangseinweisungen oft kritisch hinter fragen sollte. Dazu schreibe ich aber evtl. noch mal einen gesonderten Beitrag.
      4. Kinder halte ich für ganz dünnes Eis. Kinder müssen geschützt werden. Doch wo beginnt dieser Schutz und wo ist es zu viel Einmischung. Was ist mit Eltern die impfen ablehnen, was ist wenn Kindern MMS/Zeolith/ähnliches verabreicht wird, was bei Bluttransfusionen? Wie viele blaue Flecken, welche Art von Verletzungen ist normal. Wann muss ich als Arzt handeln? Wann treffe ich evtl, die Flaschen? Ein ganz schwieriges Thema. Auch dazu evlt. mal ein eigener Beitrag. Ich hatte es schon das eine Mutter nicht wollte das wir den Krampfanfall des Kindes durchbrechen. Das gäbe so einen Entwicklungsschub und überhaupt die bösen Pharmaindustrie Medikamente. Wir haben dann die Polizei dazu holen müssen. Es war schlimm.

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      1. Ja, ich bin in allen Punkten ganz Deiner Meinung. (1) Dass das Gespräch finanziell entschädigt werden soll, meinte ich mit Anerkennung im Abrechnungssystem. (2) auch das sehe ich so wie Du. Die sinnvolle Gesprächsführung auch bei alltäglichen Vorfällen ist tatsächlich nicht selbstverständlich und müsste Teil der Ausbildung sein. Das könnte ja aufeinander aufbauend immer komplexer werden.
        3 + 4 bin ich gespannt auf weitere Beiträge von Dir.
        Hier der Link zu der Sendung, die ich meine http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/04/08/dradiowissen_wie_wir_psychische_20170408_a03bb2dc.mp3
        Danke für Deine ausführliche Antwort.
        Liebe Grüße
        Esther

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  2. Danke, dass du das alles für und aufgeschrieben hast.

    Dein Bericht über deinen ersten Klinikaufenthalt erinnert mich an die vorletzte Station meines Vaters. 2 Jahre Nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung baute er plötzlich innerhalb weniger Tage total ab: Gewixhtdverlzdt, sprach und Orientierungslosigkeit, Verwirrung. In meiner mit rief ich dann den Rettungsdienst. Diese sagten nur, er wäre dehydriert. Das hätten ältere Menschen mal. In der Klinik bekam er nur Kochsalzinfusion und würde ruhig gestellt. Nunja… bevor die Geschichte ausartet: der junge Arzt(gerade aus dem Studium) hätte eine Station mit unzähligen Patienten. Mein Vater wurde nicht behandelt und nur für senil gehalten. Wir hielten dagegen. Nach mehreren Wochen Kampf würde er in eine (beste Klinik der Welt) geriatrische Klinik verlegt. Der Zustand besserte dich innerhalb Stunden. Es war ruhig, sauber, der Arzt nahm uns und den Patienten ernst.
    Leider war der junge Arzt der Klinik davor nicht fähig gewesen, die Diagnose richtig zu stellen.

    long Story short: ich weiss, ich bin kein Arzt und habe auch nur begrenzt Ahnung über die Vorgänge in meinem Körper. Dafür brauchen wir ja Ärzte.
    Auf der anderen Seite steht ein Arzt, 1.der nur ein Mensch ist, 2. Nur sein Studiumswissen und seine Erfahrung hat 3. Nur mit den Ressourcen arbeiten kann, die ihm zu Verfügung stehen.

    Ich wünsche mir für uns alle (Patienten, Angehörigen und medizinisches Personal) mehr Ressourcen und mehr Menschlichkeit.

    Liebe Grüße, Miriam

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    1. Genau da sehe ich das Problem. Es sind oft junge Menschen die mit einer riesen Verantwortung und oft unzureichender Unterstützung allein stehen. Hinzukommen evtl. persönlcihe Probleme im eigenen Umfeld des Arztes. Entscheidend ist meiner Meinung nach auch das es ein sanftes Hirarchiegefälle gibt. Es also eine Umgebung ist in dem Ärzte Fehler, Überforderung und nicht wissen zu geben können und als Team gearbeitet wird.

      Die Erfahrung die ihr bei deinem Vater machen musstet tut mir sehr Leid. Es war sehr gut und richtig, dass ihr so sehr für ihn eingetreten seit.

      Gefällt 1 Person

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