Veröffentlicht in Alltag, Denkarium, Persönliches, Schnipsel, Studium, Worte

Manchmal gibt es nichts zu erzählen.

Ich weiß heute gar nicht genau, was ich sagen soll. Der heutige Tag war irgendwie sehr schnell vorbei und obwohl ich den ganzen Tag unterwegs war hatte ich das Gefühl er war von wenig Inhalt geprägt. Ich fange heute einfach mal mit den 10 guten Dingen des heutigen Tages an ich denke das hilft.

Die 10 Guten Dinge des 18.2.16

  1. Ein Brief von meiner Mutter der trotz Sorge viel Liebe ausdrückt
  2. Himbeereis
  3. Präpen am Morgen
  4. Alle Dinge die ich erledigen wollte, auch erledigt zu haben
  5. Der Vortrag des Lungenfacharzt am Nachmittag
  6. Zu merken, dass man mit einer Meinung nicht alleine ist
  7. Zu merken wie viel Wissen noch vorhanden ist
  8. Musik hören und sich in die Sonne träumen
  9. Kurze Pause in der Sonne
  10. Freunde zu haben die auch über die Entfernung da sind

 

Alles in allem ein eher ruhiger Tag bzw. ein von Uni und Erledigungen geprägter Tag. Allerdings fing er komisch an. Ich träumte heute Nacht immer wieder sehr schlecht. Ungefähr eine Stunde bevor ich aufstehen musste träumte ich völlig wirr, von vielen Enttäuschungen und Verrat. Ich wurde von meinem eigenen Weinen wach.  Ich war völlig durcheinander. Doch über den Tag verblasste der Traum, so dass ich ihn jetzt gar nicht mehr in allen Einzelheiten aufschreiben könnte. Ich sollte wohl in Zukunft direkt aufschreiben was mir Nachts passiert. Ich weiß nur es war wirklich, wirklich schrecklich. Ich bin noch nie durch Weinen aufgewacht. Ich habe schon häufiger als ich dann wach war geweint, aber so das war eine traurige Prämiere.

 

Heute war wieder Präpen angesagt. Wir hatten heute jedoch deutlich kürzer Zeit, da am Nachmittag Klinisch-Vorklinisches Seminar war und die Nachmittags Präpgruppe auch noch präpen sollten. Wir hatten auch wieder Demo heute zu(also wenn der Beitrag online ist gestern) Niere. Ich merkte wie viel ich noch aus der Krankenpflegeausbildung wusste. Heute machte einer der Hiwis die wir schon in der Zeit vor dem Knochentestat hatten wieder die Demo. Es war richtig gut. Ich unterhielt mich mit einer Kommilitonin über die Hiwinette über die ich hier schon mal geschrieben habe. Auch sie war meiner Meinung, dass sie sie nicht leiden konnte. Sie agiere so von oben herab. Man hat das Gefühl wenn man etwas fragt oder nicht direkt versteht ihren Unmut abzubekommen und auch sonst scheint sie schnell genervt und zickig. Auch am Nachmittag als wir noch mal Demo zum Thema Lunge hatten, war sie sobald irgend etwas bei jemand noch nicht perfekt oder wie aus der Pistole geschossen  kam direkt sehr genervt. Schade wirklich, wirklich schade. Ich merke das mich das demotiviert. Ich hoffe morgen macht wieder einer der anderen Jungs die Demo.

Danach war noch ein Pneumologe(Lungenfacharzt) zu einem Vortrag da. Auch hier merkte wie viele ich Dinge ich noch aus der Ausbildung und persönlicher Neugier wusste. Ich freute mich über das Lob des Dozenten. Ich merkte allerdings irgendwann in dem abgedunkelten Raum wie mir immer wieder die Augen zu vielen. Ich wollte weiter zu hören. Er hatte sich viel Mühe gegeben. Hat immer wieder praktischen Bezug eingebaut, dazu das nötige Wissen geliefert. Er zeigte Röntgenbilder, Aufnahmen einer Bronchienspiegelung, erklärte wie eine Lungenfunktionsmessung gemacht wird. War wirklich interessant.

Am Abend kam der Chaosking von der Karriereberatung der Bundespolizei zurück und war sehr positiv gestimmt. Er berichtete, dass er sich das sehr gut vorstellen könne. Besser als bei der Landespolizei, insbesondere da er sich dort auf Grund seines Alters auf 10 Jahre in eine 100km entfernte Stadt verpflichten müsste.10 Jahre ist einfach eine zu lange Zeit. In der so viel passieren kann, auf das man im Zweifel spontan reagieren können müssen. Außerdem gibt es Überlegungen, dass ich nachdem sogenannten Physikum nach Hamburg wechsle und dort weiter studiere. Das Studium dort ist deutlich Praxis naher, außerdem ist diese Stadt für mich einfach etwas das ich als Heimat bezeichne. Ich fühle mich dort wohl und verwurzelt, liebe das Wasser, das Grün. Einfach diese Stadt und ihre Menschen. Ich konnte mich nie trennen. Auch der Chaosking mag es dort und kann es sich vorstellen.Jetzt ist die Frage wie dies mit seinen Ausbildungswünschen klappt. Eine Option ist auch noch der Wechsel zu einer Berufsfeuerwehr. Er sagt nämlich völlig die Rettung auf zu geben, könne er sich nur schwer vorstellen.

Hö, mögen nun manche Fragen, warum wenn er es doch so gerne mag überlegt er dann sich in eine ganz andere Richtung zu begeben? Wissen Sie wie, auch körperlich Anstrengend die Arbeit im Rettungsdienst ist? Es ist nicht nur das nächtliche Arbeiten mit keinen festen Zeiten. Sondern es ist ja ein ständiges von 0 auf 100 und aus der Aktion heraus eine plötzliche Bremsung zurück auf 0. Das ist unheimlich kräftezehrend. Dazu kommt die körperliche Anstrengung. Nicht nur Patienten werden immer schwerer. Dazu kommt das Material und Patient aus dem x ten Stock schleppen. Nicht überall gibt es Hydraulikunterstütze Tragen, also wird auch der Rücken belastet. Nicht jeder Patient sitzt brav auf dem Sofa oder liegt im Bett. Oftmals muss man auch in gebückter Haltung, kniend oder sonst wie verdreht arbeiten. All das bis zum Renteneintrittsalter? In den wenigsten Rettungsdienstbereichen gibt es die Möglichkeit in einen Bürojob, die Ausbildung oder sonst wie aus dem aktiven Dienst aus zu scheiden. Daher sucht er nach alternativen. Polizei oder Feuerwehr könnte er sich vorstellen, auch das er daran wirklich Spaß hat. Hinzukäme die Verbeamtung die weitere Sicherheiten mit sich bringen würde.Mal schauen wohin die Reise geht.

 

Nicht nur beruflich auch mit uns bin ich gespannt wohin die Reise geht. Ich wünsche mir ein Kind. Nicht vor dem Physikum, aber auch nicht erst nach dem Studium. Zu dem Zeitpunkt möchte ich das Kind zumindest in der Kita schon haben. Vor einiger Zeit erstaunte mich der Chaosking als wir mit seiner Mutter zusammen saßen. Es ging um Kinder und wie wir das machen wollen würden. Da sagte der Chaosking, er könne sich mehr als sehr gut vorstellen einfach auch 1 Jahr Elternzeit zu nehmen. Seine Mutter führte da plötzlich völlig vorsinnflutliche Ansichten an. Ich war sehr erstaunt, mir war nicht bewusst, dass er sich über so etwas Gedanken gemacht hat. Mich würde es nicht nur wegen der Unterstützung freuen. Mich würde es auch für ihn freuen, da er so mehr Zeit und Muße hätte das Lebensjahr der größten Veränderungen und Lernfortschritte viel direkter mit zu erleben. Noch ist es nicht soweit und dazu müssen auch erst alle Medikamente abgesetzt sein. Ich bin gespannt.

 

So setzen wir die Segel mal sehen wohin uns die See spült. In diesem Sinne Gute Nacht. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, mit beruflich bedingter Fernbeziehung oder auch Wochenendfamilie?

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