Veröffentlicht in Lebe/Liebe/Lache, Something New

Unbändige Freude, flaues Gefühl und Kloß im Hals doch irgendwie wird es

Ja ich gestehe es war lange Zeit sehr ruhig hier. Dabei waren viele Posts im Kopf schon geschrieben. Es gab genug Themen die mich bewegten. Ich wollte etwas über Kindheit und damit verbundenen Erinnerungen, Träumen, Hoffnungen und vielem mehr gehen. Ich wollte ganz dringen etwas zu Pony reiten auf dem Rummel als Attraktion schreiben. Kommt noch. Genau wie ein Post der mir sehr schwer fallen wird mir jedoch auch sehr am Herzen liegt. ADHS als Dauerentschuldigung für schlechte oder mangelnde Erziehung. Auch ein ADHS Kind kann erzogen sein und man kann damit vor die Tür gehen. Jedenfalls waren meine Eltern oft mit mir vor der Tür. Nun der Grund warum es so still war hier ist ein toller. Ich habe ihn endlich meinen Medizin Studienplatz bekommen. Endlich. Auch so ein Kindheitstraum. Ich will schon gefühlt seit immer studieren und zwar Medizin. Jetzt darf ich das endlich. Seit diesem Montag bin ich auch eingeschrieben, halte meinen Studentenausweis in der Hand. Es ist so ein unglaublich tolles Gefühl. In der Nacht bevor die Zulassungsbescheide kamen fühlte ich mich wie ein kleines Kind am Abend vor dem Geburtstag oder Weihnachten. Zum Platzen gespannt, hibbelig,ein wenig ängstlich und viel zu nervös um zu schlafen obwohl doch dann die Zeit viel schneller verginge. Als der Morgen des 12. Augustes endlich da war öffnete ich die Seite wo die Zulassungen veröffentlicht werden. Da stand es liegen keine Bescheide vor. Nun es war gerade einmal 5.30 doch ich dachte naja auch wenn da noch niemand arbeitet kann es doch nicht sooooo schwer sein, dass so etwas dann automatisch ab Mitternacht bereit gestellt wird. Oder? Wie ein hypnotisiertes Kaninchen drückte ich immer wieder aktualisieren. Ich hatte bereits am Abend vorher gesagt: „Wenn ich morgen keinen Zulassungsbescheid habe bin ich glaube ich enttäuscht.“ Ja klar könnte das passieren. Nach aller Wahrscheinlichkeit und eben Voraussetzungen war ich aber dran mit einem Studienplatz nur wahrscheinlich nicht an meinen Wunschorten. Egal ich hatte auch andere Orte zugelassen. Ich aktualisierte also fleißig die Seite und plötzlich stand da Es liegt 1 neuer Bescheid vor. Mein Herz machte einen Satz und setzte dann kurz aus. Eine fiese,kleine, gemeine Stimme in meinem Kopf sagt bestimmt doch wieder eine Ablehnungsbescheid. Obwohl diese immer erst zwei Tage später bereitgestellt werden. Ich klickte also auf den Link auf meinem Smartphone vor mir ein Bescheid wie ich ihn schon x mal gesehen hatte. Doch plötzlich stand dort eben nicht mehr Ablehnungsbescheid. In der gleichen Schrift stand plötzlich Zulassungsbescheid da. Wieder Luftnot, Herzrasen, warmes Herz, Freude. Dann las ich die Stadt und realisierte langsam, das dies nicht eine Ablehnung, sondern eben meine Uni war an der ich nun studieren werde dürfen. Regensburg. Regensburg, dachte, super nicht Magdeburg oder Greifswald oder sonst was schlimmes wo ich nicht hin wollte. Regensburg, Bayern, hübsch, hätte ich mir sogar als wünsch vorstellen können. Herrlich. Ich musste es jemand sagen ich stürmte in Schlafzimmer. Dem Chaosking ist Schlaf heilig und er ein absoluter Grummelgrinch, wenn man ihn weckt. Ich musste es einfach tun. Ich sagte nur: “ Ich habe einen Studienoplatz“ Sah ein verpenntes Gesicht und setzte nach :“In Regensburg“ langsam sah ich Freude. So schnell habe ich außer wegen eines Einsatzes den Chaosking noch nie aufstehen sehen. Er kam kurz nach dem ich meine Mutter angerufen hatte, welche vor Freude quietschte und in Tränen ausbrach ins Wohnzimmer. Er nahm ich in den Arm Minuten lang standen wir eng umschlungen da. Es war ein unfassbar schöner, liebevoller, freudiger, beseelter Moment. Ich spürte seine Freude, seine Liebe. seine Zuversicht, sein Versprechen den Weg mit mir zu gehen. Ein wunderbares Geschenk nach all dem was gewesen war in diesem Jahr.

Neben diesem wundervoll, berauschenden Glücksgefühl ist der treue Begleiter der Spielverderber Kopf mit Zweifeln und Fragen dazwischen. Findet der Chaosking einen Job, wo bekommen wir so schnell eine neue Wohnung her, wie bekommen wir den Umzug gewuppt, wie stelle ich mich in der Uni an, wie komme ich mit den vielen und neunen Menschen klar. Das alles bescherte mir ein flaues Gefühl in der Magengegend. So viele Fragen, so viele Probleme und so wenig Zeit. Immer wieder drängt sich der kleine Teufel Namens Angst und Zweifel auf. Er soll sich einfach dahin wo der Pfeffer wächst verkrümeln.

Es flossen trotz der Freude immer wieder Tränen und ich hatte einen dick Kloß im Hals. Es ist so weit ich kann meinen KInderheitstraum leben.  Nur nicht hier, sondern in Bayern. Ich muss also all die Menschen die mir ans Herz gewachsen sind hier hier zurück lassen. Immer hin der Chaosking kommt mit. Zu zweit ins Abenteuersü singen und los. Wir schaffen das schon. Wie keine Ahnung, aber irgendwie wird es schon klappen. Mir fällt der Abschied schwer. Viele Menschen sind sehr ene geworden. Mit vielen Teile ich Erinnerungen aller Art. Man ist gemeinsam durch alles mögliche gegangen, hat sich aufgefangen, sich gefreut, geweint, gelacht gelebt. Sie haben meine Hand gehalten oder mich auf andere Weiße gehalten. Sie zurück lassen? Es ist ja nicht so das ich auswandere, nur ein klein so. Bestimmt wird man mit einigen den Kontakt halten und sich gegenseitig besuchen. Es ist aber doch ein Abschied. Ein Abschied mit Tränen. Ich habe sie nun mal gern meine Superheldenfreunde.

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